Anlässlich von „Eccellenze al Lavoro 2026“, einer Initiative von Confindustria Bergamo, würdigt AGRATI AEE das Team, das MATRA 3438 entwickelt und realisiert hat. Ausgehend von konkreten Anforderungen des Marktes entstand eine neue Maschine für den Präzisionsdruckguss – das Ergebnis aus Technologie, Know-how, Nachhaltigkeit und industrieller Weitsicht. Verwurzelt in der Industrieregion Bergamo und zugleich konsequent auf die Zukunft ausgerichtet.
Hinter jeder industriellen Innovation stehen eine konkrete Anforderung, eine Idee und vor allem Menschen, die in der Lage sind, daraus ein reales Projekt zu entwickeln.
Genau diese Bedeutung verbindet AGRATI AEE mit seiner Teilnahme an „Eccellenze al Lavoro 2026“, der Initiative von Confindustria Bergamo, die Menschen und Teams auszeichnet, die sich durch Talent, Professionalität, Innovationsfähigkeit und Teamgeist hervorheben.
AGRATI AEE hat sich entschieden, das Team hinter MATRA 3438 zu würdigen – einer neuen Maschine für den Druckguss kleiner Bauteile aus Leichtmetalllegierungen.
Die Auszeichnung geht damit weit über die rein technische Leistung hinaus. Sie würdigt eine Arbeitsweise: dem Markt zuhören, seine Entwicklung verstehen, unterschiedliche Kompetenzen zusammenführen und mit Weitsicht in eine neue Lösung investieren.
MATRA 3438 entstand aus einer klaren Anforderung: eine Lösung für die druckgusstechnische Fertigung kleiner Bauteile aus Leichtmetalllegierungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Präzision sowie die Fähigkeit, auch bei kleinen Bauteilabmessungen hohe Leistung und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.
Doch vor der Konstruktion steht das Zuhören.
Der kontinuierliche Dialog mit Kunden und Branchenexperten ermöglichte es AGRATI AEE, eine Marktlücke zu erkennen und daraus eine industrielle Chance zu entwickeln. Daraus entstand die von Alessandro Betti aus dem Vertrieb eingebrachte Idee und anschließend ein Entwicklungsprozess, an dem Konstruktion, Technik, Produktion und unterschiedliche Fachbereiche des Unternehmens beteiligt waren.
„Wir beobachten derzeit einen sehr konkreten Wandel der Marktanforderungen“, erklärt Alessandro Betti. „Einerseits steigt der Bedarf an kleinen Bauteilen aus Leichtmetalllegierungen, insbesondere Aluminium. Solche Teile lassen sich auf konventionellen Maschinen mit höheren Schließkräften nur schwer wirtschaftlich fertigen. Andererseits wird die Materialauswahl zunehmend von der Recyclingfähigkeit und der Möglichkeit beeinflusst, Werkstoffe am Ende ihres Lebenszyklus wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Genau hier kommt Aluminium eine strategische Bedeutung zu: Im Vergleich zu Zinklegierungen entspricht es stärker dem zunehmenden Fokus auf Kreislaufwirtschaft und eröffnet neue Möglichkeiten für Anwendungen und Bauteile mit kleinen Abmessungen.“
MATRA 3438 steht damit für einen grundlegenden Innovationsgedanken: Technologie schafft dann Wert, wenn sie auf einem realen Bedarf basiert.
Aus der Marktidee wurde eine anspruchsvolle Engineering-Aufgabe. Das von Projektingenieur Simone Viscardi geleitete Team verwandelte das Konzept schließlich in eine konkrete Maschine.
MATRA 3438 vereint die Technologie von AGRATI AEE in einer kompakten Lösung. Das Ecodrive3-Einspritzsystem wurde für die präzise Steuerung der verschiedenen Phasen des Einspritzprozesses entwickelt, während das exklusive Motor-Pumpen-System hohe Leistung mit Energieeffizienz verbindet. Darüber hinaus wurde die Maschine im Einklang mit den Anforderungen von Industrie 5.0 entwickelt.
Die technischen Kennzahlen verdeutlichen ihr Leistungsniveau: eine maximale Einspritzgeschwindigkeit von bis zu 7 m/s, eine Reaktionszeit der Ventile der Einspritzeinheit von 10 Millisekunden und ein maximaler Metalldruck von 906 kg/cm².
„Die technische Herausforderung bestand darin, eine neue, ‚nicht konventionelle‘ Kaltkammer-Druckgießmaschine zu entwickeln und dabei Technologien aus den beiden Maschinenbaureihen miteinander zu kombinieren, die wir traditionell herstellen: Warmkammermaschinen für Zinklegierungen und Kaltkammermaschinen für den Aluminiumdruckguss“, erklärt Simone Viscardi, Projektingenieur.
„Was das Know-how betrifft, haben wir unsere gesamte Erfahrung eingebracht – sowohl in der Konstruktion als auch bei der Umsetzung. Aufgrund des innovativen Charakters des Projekts war die Neugier groß, und es entstand eine intensive Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten.
Die größte Genugtuung war für uns, die Maschine auf der Messe in Nürnberg im Januar 2026 im vollautomatischen Betrieb mit zwei Robotern arbeiten zu sehen – insbesondere wenn man bedenkt, dass das Projekt erst im Mai 2025 gestartet war.“
Bei MATRA 3438 ist Nachhaltigkeit kein Aspekt, der erst am Ende des Entwicklungsprozesses hinzugefügt wurde. Sie ist vielmehr integraler Bestandteil der konstruktiven Entscheidungen.
Das Motor-Pumpen-System wurde mit dem Ziel entwickelt, Effizienz und wettbewerbsfähige Betriebskosten miteinander zu verbinden. Die Maschine verfügt über eine maximale installierte Leistung von 17 kW, wobei die Leistung des Pumpenmotors bis zu 14,7 kW beträgt.
Hinzu kommt die kompakte Bauweise. Laut technischen Spezifikationen betragen die Abmessungen 4.293 × 1.893 × 2.116 mm – ein wesentlicher Vorteil für Produktionsumgebungen, in denen auch eine optimale Nutzung der verfügbaren Stellfläche zur Gesamteffizienz beiträgt.
Dahinter steht ein konsequent industrielles Verständnis von Nachhaltigkeit: Energie, Technologie, Produktionsfläche und Ressourcen effizienter einzusetzen, um den gesamten Fertigungsprozess wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten.
Das Projekt hat darüber hinaus eine starke regionale Bedeutung. AGRATI AEE hat seinen Sitz in Verdellino, im Herzen der traditionsreichen Maschinenbauregion Bergamo – einem industriellen Ökosystem, in dem technische Kultur, Fertigungskompetenz und spezialisiertes Know-how über Jahrzehnte gewachsen sind.
Hier entstand MATRA 3438 – ein Projekt Proudly Made in Italy.
Aus diesem Grund hat die Auszeichnung im Rahmen von „Eccellenze al Lavoro 2026“ eine besondere Bedeutung. Das MATRA-Team auszuzeichnen heißt, die Menschen in den Mittelpunkt industrieller Exzellenz zu stellen. Menschen, die es der Industrie in Bergamo ermöglichen, weiterhin innovativ und international wettbewerbsfähig zu sein. Menschen, die dem Markt zuhören, Wissen teilen, komplexe technische Herausforderungen bewältigen und aus einer Idee eine industrielle Lösung entwickeln.
MATRA 3438 ist eine Maschine. Doch in erster Linie ist sie das Ergebnis gemeinsamer Teamarbeit.
Sie zeigt, dass Innovation, Engineering, Nachhaltigkeit und industrielle Vision nicht unabhängig voneinander funktionieren. Sie schaffen Wert, wenn unterschiedliche Kompetenzen gemeinsam auf dasselbe Ziel hinarbeiten.
Genau das ist die Botschaft, die AGRATI AEE zu „Eccellenze al Lavoro 2026“ mitbringt: Die Zukunft der Industrie wird mit Technologie gestaltet – aber sie beginnt bei den Menschen.